Wohnort: Maikammer
Alter: 22
Ausbildung/Arbeitsplatz: Physiotherapeutin / Mai.physio
Interessen: Turntrainierin Mädchen (3,5 Jahre - 13. Klasse), Motorrad fahren, Fitnessstudio – Krafttraining, Wandern, spazieren, Rad fahren
Im elterlichen Weingut in Maikammer aufgewachsen, war Emely schon als Kind mittendrin im Weinbau und wollte genau wissen, was im Weinberg und Keller passiert. Besonders fasziniert die 22-Jährige bis heute die Schaumweinherstellung in der Sektkellerei ihres Vaters, bei der sie schon früh zuschauen und mithelfen durfte. Wenn sie selbst zum Glas greift, darf es gerne ein Weißburgunder sein, am liebsten zu einem selbst gekochten Abendessen mit Freunden. Die Physiotherapeutin engagiert sich außerdem als Trainerin im Kinder- und Jugendturnen und ist in ihrer Freizeit gerne mit dem Motorrad oder Fahrrad im Pfälzerwald unterwegs. Im #TeamPfalz möchte die ehemalige Weinprinzessin von Maikammer die Arbeit der Winzerinnen und Winzer sichtbar machen und zeigen, wie viel Wissen, Handwerk und Leidenschaft im Pfälzer Weinbau stecken.
Interview mit Emely Mugler
Warum möchtest du Teil des #teampfalz 2026/2027 sein?
Ich möchte Teil des #teampfalz 2026/2027 sein, um unser Pfälzer Kulturgut nach außen zu tragen und die Vielfalt unserer Weinregion zu repräsentieren. Besonders wichtig ist mir, die Arbeit der Winzerinnen und Winzer sichtbar zu machen und zu zeigen, wie Tradition und Moderne im Pfälzer Weinbau erfolgreich miteinander verbunden werden. Das Jahr als Pfälzische Weinhoheit möchte ich nutzen, um Menschen für unsere Region zu begeistern, ihnen die Leidenschaft für Wein näherzubringen und ihnen die Besonderheiten der Pfalz authentisch zu vermitteln.
Woher kommt dein Interesse für das Thema Wein?
Mein Interesse für das Thema Wein kommt daher, dass ich im Weingut aufgewachsen bin (Weingut Mugler-Maikammer). Dadurch war ich von klein auf mitten im Geschehen und habe bei den anfallenden Arbeiten immer tatkräftig mitgeholfen. Schon als kleines Kind hat mich die Arbeit im Weingut fasziniert. Damals konnte ich zwar noch nicht nachvollziehen, wie viel Arbeit tatsächlich hinter einer einzigen Flasche Wein steckt, aber die Abläufe haben mich schon früh begeistert. Als ich älter wurde, wollte ich immer dabei sein, wenn mein Vater im Weinberg oder im Keller gearbeitet hat und verstehen wie die einzelnen Arbeitsschritte funktionieren. Besonders spannend finde ich die Sektherstellung in der Sektkellerei meines Vaters. Ich durfte dabei oft zusehen und mithelfen. Vor allem dieser Bereich hat meine Neugier geweckt und den Wunsch in mir entstehen lassen, genau zu verstehen, wie aus Trauben Wein entstehen. Diese Erfahrungen haben mein Interesse an der Weinherstellung geprägt.
Welche Rebsorten stehen für dich für die Pfalz?
Für mich steht die Pfalz in erster Linie für den Riesling. Er spiegelt die Komplexität und Vielfalt der Pfälzer Weine auf besondere Weise wider und ist für mich das Aushängeschild unserer Weinregion. Gleichzeitig spielen die Burgundersorten in der Pfalz eine immer größere Rolle. Dazu zählen insbesondere Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay und Spätburgunder. Gerade bei diesen Rebsorten können die Winzerinnen und Winzer die unterschiedlichen Böden und Terroirs der Pfalz hervorragend herausarbeiten und deren Vielfalt eindrucksvoll zum Ausdruck bringen.
Wo bzw. wie genießt Du Deinen Lieblingswein?
Meinen Lieblingswein – einen Weißburgunder, genieße ich am liebsten gemeinsam mit Freunden bei einem leckeren, selbst gekochten Abendessen.
Welchen Tipp/Hack würdest du absoluten Wein-„Neulingen“ empfehlen?
Mein Tipp ist, offen und neugierig zu sein. Fragen zu stellen und mit den Winzerinnen und Winzern ins Gespräch zu gehen. Sie erzählen ihre Leidenschaft und ihr Wissen meist mit großer Begeisterung und geben spannende Einblicke in ihre Arbeit. Außerdem würde ich empfehlen, möglichst viele verschiedene Weingüter zu besuchen und unterschiedliche Weine zu probieren. So lernt man nach und nach die enorme Vielfalt der Pfalz kennen und entwickelt ganz ohne Druck seinen eigenen Geschmack.
Wie glaubst Du, kannst Du Deine Generation fürs Thema Wein begeistern?
Aus meiner Sicht geht es vor allem darum, das Thema Wein mit Leidenschaft zu vermitteln. Meine Generation interessiert sich nicht nur für das Produkt selbst, sondern auch für die Geschichte dahinter. Für mich ist Wein viel mehr als ein Getränk. Wein verbindet Menschen, erzählt von seiner Herkunft und steht für Kultur, Handwerk und Genuss. Deshalb sollten wir Wein nicht nur verkaufen oder verkosten, sondern ihn in ein Erlebnis einbinden. Ob bei einer entspannten Weinprobe, Weingutsführung, einem Picknick im Weinberg oder bei einem WeinTestival – wenn Wein mit besonderen Momenten, Emotionen und Geschichten verknüpft wird, bleibt er in Erinnerung. Die Winzerinnen und Winzer investieren heute bereits viel in modernes Marketing und neue Formate. Ich glaube, dass wir gerade meine Generation begeistern können, wenn wir Wein nicht nur als Produkt präsentieren, sondern als Erlebnis, das Menschen verbindet und unsere Pfälzer Lebensart widerspiegelt.
Was sind für dich wichtige Trends in der Weinszene?
Die aktuellen Trends gehen zunehmend in Richtung alkoholfreier, entalkoholisierter und alkoholreduzierter Weine. Gleichzeitig legen immer mehr Winzerinnen und Winzer großen Wert darauf, im Einklang mit der Natur zu arbeiten und Wein nachhaltig zu erzeugen. Ein gutes Beispiel dafür sind PIWI-Rebsorten (pilzwiderstandsfähige Rebsorten). Durch ihre natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten sind deutlich weniger Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich. Das spart Arbeitsaufwand, reduziert Überfahrten im Weinberg und senkt den Einsatz von Ressourcen sowie den CO₂-Ausstoß. So können die Winzerinnen und Winzer ihre Weine noch nachhaltiger produzieren.
Worin liegt für dich die Stärke des Pfälzer Weines und was macht ihn so einzigartig?
Die Stärke des Pfälzer Weins liegt für mich in seiner außergewöhnlichen Vielfalt. Auf der einen Seite steht unser Aushängeschild, der Riesling. An ihm lässt sich hervorragend zeigen, wie viele unterschiedliche Böden und Lagen die Pfalz aufzeigt. Je nach Herkunft bringt er ganz verschiedene Aromen und Charaktere hervor – von mineralisch und elegant bis hin zu fruchtig und kraftvoll. Auf der anderen Seite überzeugt die Pfalz mit einer beeindruckenden Vielfalt an weiteren Rebsorten. Besonders die Burgundersorten wie Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay und Spätburgunder haben sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt und zeigen eindrucksvoll das Potenzial unserer Region. Einzigartig macht den Pfälzer Wein für mich außerdem die Verbindung aus Tradition und Innovation. Viele Familienbetriebe bewahren ihr über Generationen weitergegebenes Wissen und sind gleichzeitig offen für neue Ideen – sei es im Weinberg, im Keller oder bei nachhaltigen Anbaumethoden. Hinzu kommt das milde Klima, die vielen Sonnenstunden wodurch die Reben in der Pfalz ideale Bedingungen finden. Dadurch entstehen hier Jahr für Jahr Weine von herausragender Qualität.
Abseits von Wein, was hast Du für andere Interessen?
Meine andere Leidenschaft ist die Physiotherapie. Mich fasziniert das Verständnis dafür, wie der Körper als ganzheitlicher Organismus funktioniert. Besonders die Anatomie und der Aufbau des menschlichen Körpers interessieren mich sehr. Ich finde es spannend zu sehen, wie wichtig gezielte Bewegungen sind, damit der Körper gesund bleibt. Außerdem unterrichte ich Kinder und Jugendliche im Turnen, insbesondere im Gymnastik- und Bodenturnen. Dabei ist es mir wichtig, ihnen die Freude an Bewegung zu vermitteln und sie für Sport zu begeistern. In meiner Freizeit fahre ich außerdem sehr gerne Motorrad oder Fahrrad – entweder mit Freunden, mit meinem Vater oder auch alleine durch den Pfälzer Wald. Dabei entdeckt man die Region noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive und kann die Natur intensiv erleben.
Welche Botschaft möchtest du mit dem #teampfalz im Amtsjahr übermitteln?
Meine Botschaft, die ich mit dem #teamPfalz vermitteln möchte, ist in erster Linie, wie sehr Wein Menschen verbindet. Durch unsere gemeinsame Leidenschaft für den Pfälzer Wein haben wir zueinander gefunden. Gemeinsam mit den anderen beiden möchte ich diese Begeisterung nach außen tragen, um Menschen für unseren Pfälzer Wein und natürlich auch für unsere wunderschöne Region zu gewinnen. Dabei ist es mir wichtig zu zeigen, dass Wein nicht nur ein Produkt ist, sondern Begegnungen schafft, Gemeinschaft fördert und Menschen zusammenbringt.