Kandidat Johannes Keller
Kandidat Johannes Keller © BK-Productions

Wohnort: Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels

Alter: 26

Ausbildung/Arbeitsplatz: CTA, z. Zt. Duales Studium B.Sc. Weinbau & Oenologie am Weincampus Neustadt mit Praxisphase im Weingut Weingut J.J. Berizzi in Edenkoben

Interessen: Laienschauspiel (Theatergruppe), Musik (Gesang, Gitarre), Kochen, Backen, Wandern, Ski, Wein


Für Johannes treffen beim Wein Natur, Handwerk und Wissenschaft aufeinander. Der 25-Jährige aus der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels ist gelernter Chemisch-Technischer Assistent, studiert Weinbau & Oenologie am Weincampus Neustadt und absolviert den Praxisteil seines dualen Studiums im Weingut J.J. Berizzi in Edenkoben. Als Weinhoheit der Südlichen Weinstraße hat er bereits erlebt, wie viel Freude es ihm macht, über Wein zu sprechen und andere dafür zu begeistern. Besonders gerne beschäftigt er sich mit Riesling, Burgunder und Sauvignon Blanc. Ins Glas kommt Wein bei Johannes am liebsten in geselliger Runde mit Freunden oder auf einem der zahlreichen Weinfeste der Region. Abseits davon ist er gerne im Pfälzerwald unterwegs, spielt Theater und wird in der Küche kreativ. Im #TeamPfalz möchte Johannes sein Fachwissen und seine Offenheit einbringen und Wein so vermitteln, dass man auch ohne großes Vorwissen neugierig darauf wird.


Interview mit Johannes Keller

Warum möchtest du Teil des #teampfalz 2026/2027 sein? 
Ich möchte Teil des #teampfalz 2026/2027 sein, weil die Pfalz für mich weit  mehr als nur eine Weinanbauregion ist. Sie vereint Weinwissen, Fortschritt Landschaft, Tradition und vor allem ganz viele besondere Menschen. Durch mein Studium und meine bisherige Zeit als Weinhoheit der Südlichen Weinstraße habe ich gemerkt, wie viel Freude es mir macht, diese Region zu vertreten und Menschen für unsere Weine zu begeistern. Im #teampfalz möchte ich meine Fachkenntnisse, meine Offenheit und meine Erfahrung einbringen und gemeinsam zeigen, wie vielfältig, modern und gleichzeitig traditionsbewusstdie Pfalz ist. Die Pfalz steht für mich persönlich für ein Lebensgefühl voll Leichtigkeit, Herzlichkeit und Offenheit und genau diese Werte möchte ich im kommenden Jahr vertreten.

Woher kommt dein Interesse für das Thema Wein? 
Mich fasziniert am Wein besonders die Verbindung aus Natur, Handwerk und Wissenschaft. Jeder Wein entsteht aus vielen Entscheidungen im Weinberg und im Keller und erzählt am Ende etwas über seine Herkunft, den Jahrgang und die Menschen dahinter. Durch meine Ausbildung und mein Studium konnte ich immer tiefer in diese Welt eintauchen. Gleichzeitig bringt Wein Menschen zusammen – und genau diese Verbindung aus Fachlichkeit, Heimat und Begegnung begeistert mich.

Welche Rebsorten stehen für dich für die Pfalz? 
Für mich steht die Pfalz für die Vielfalt im Weinberg und im Glas – doch vor allem steht der Riesling für mich repräsentativ für die Pfalz. Denn er spiegelt wie keine andere Rebsorte die unterschiedlichen Lagen und Böden der Pfalz wieder. Für mich zählt natürlich noch die Burgunder zu den typischen Sorten und gleichzeitig zeigt die Rebsorte Sauvignon Blanc wie modern und offen das Angebot der Pfalz ist.

Wo bzw. wie genießt Du Deinen Lieblingswein? 
Ganz einfach: am liebsten mit Freunden in gemütlicher Runde oder auf einem der zahlreichen Weinfesten bei guter Musik und ausgelassener Stimmung.   Für mich steht nicht nur der Wein im Mittelpunkt, sondern mit wem und in welchem Rahmen man gemeinsam den Genussmoment teilt.

Welchen Tipp/Hack würdest du absoluten Wein-„Neulingen“ empfehlen? 
Mein absoluter Tipp Tipp wäre: Wein nicht zerdenken. Man muss als Neuling weder jedes Aroma erkennen noch die richtigen Fachbegriffe kennen. Einfach verschiedene Weine probieren und sich fragen: Was rieche ich, was schmecke ich und vor allem: Gefällt es mir? Mein praktischer Hack ist es, Wein zu probieren und einfach ein oder zwei Stichpunkt zum Wein direkt mit einem Stift auf das Etikett zu schreiben – so lernt man mehr über seinen eigenen Gschmack und über Wein.

Wie glaubst Du, kannst Du Deine Generation fürs Thema Wein begeistern?  
Wein sollte verständlich, ungezwungen und ohne Berührungsängste vermittelt werden. Ich möchte zeigen, dass man keinen Fachwortschatz braucht, um Wein spannend zu finden. Über persönliche Geschichten, Social Media, lockere Verkostungen und den direkten Kontakt zu den Menschen hinter dem Wein kann man Interesse wecken. Gleichzeitig möchte ich deutlich machen, dass Wein für Regionalität, Handwerk, Genuss und Gemeinschaft steht – und damit viele Themen verbindet, die meiner Generation wichtig sind. Ich glaube meine Generation lässt sich nicht mit harten Fakten von Wein begeistern – sondern mit echten Erlebnissen und einer Menge „Behind the scenes“. 
 
Was sind für dich wichtige Trends in der Weinszene? 
Wichtige Trends sind für mich bewussterer Genuss, Nachhaltigkeit und eine zugänglichere Kommunikation. Viele Menschen trinken weniger, achten dafür stärker auf Qualität, Herkunft und moderate Alkoholgehalte. Auch alkoholfreie Alternativen gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig müssen sich Weinbau und Kellerwirtschaft an den Klimawandel anpassen. Da spielt für mich das Thema PiWi-Weine eine immer größere Rolle. Und zuletzt wird es immer wichtiger, Wein verständlich, persönlich und über moderne Formate zu vermitteln.

Worin liegt für dich die Stärke des Pfälzer Weines und was macht ihn so einzigartig? 
Die Stärke des Pfälzer Weines liegt für mich in seiner Vielfalt. Durch die unterschiedlichen Böden, Lagen und kleinklimatischen Bedingungen können hier sehr verschiedene Weinstile entstehen – vom frischen Riesling bis zum kraftvollen Burgunder oder charaktervollen Rotweinen. Gleichzeitig verbindet die Pfalz diese Vielfalt mit einer besonderen Zugänglichkeit. Unsere Weine können anspruchsvoll und herkunftsgeprägt sein, wirken dabei aber oft offen, lebendig und genussorientiert. Genau das passt für mich auch zur pfälzischen Lebensart. Wir schaffen es, unser Pfälzer Lebensgefühl einzufangen und mit j dem Glas Pfälzer Wein in die Welt zu tragen.

Abseits von Wein, was hast Du für andere Interessen? 
Abseits vom Wein bin ich gerne im Pfälzerwald wandern. Dort kann ich abschalten und gleichzeitig in der Natur neue Kraft tanken. Außerdem spiele ich Theater, was mir viel Freude macht und auch Sicherheit im Auftreten gibt. Musik gehört ebenfalls fest zu meinem Leben, genauso wie mich kreativ in der Küche zu verwirklichen. Und ganz wichtig ist mir die Geselligkeit mit Freunden – gemeinsam Zeit verbringen, lachen und schöne Momente erleben.

Welche Botschaft möchtest du mit dem #teampfalz im Amtsjahr übermitteln? 
Ich möchte gemeinsam mit dem #teampfalz zeigen, dass Pfälzer Wein Tradition und Moderne ganz selbstverständlich miteinander verbindet. Er steht  für Herkunft und Handwerk, aber genauso für Offenheit, Lebensfreude und Gemeinschaft. Mir wäre wichtig, Wein zugänglich zu vermitteln und Menschen neugierig zu machen – unabhängig davon, wie viel Vorwissen sie mitbringen.